Wie stelle ich sicher, dass E-Mails von amaise ankommen?
amaise verschickt Benachrichtigungen (Fall bereit, neue Dokumente, Kollaborationsanfragen, Einladungen, Passwort-Reset) per E-Mail. Die Mails sind vollständig authentifiziert (SPF, DKIM, DMARC mit «reject»-Richtlinie, TLS). Trotzdem kann ein strenger Firmen-Spamfilter eine Benachrichtigung eines noch unbekannten Absenders in den Junk-Ordner, in die Quarantäne oder in den Tab «Andere» einsortieren. Mit einer Freigabe durch deine IT passiert das nicht mehr. Je nach System läuft eine Freigabe nach einer Zeit ohne Mailverkehr aus oder geht bei einem Wechsel des Mailsystems verloren; wir nennen bei jedem Weg, wie lange er gilt.
Woher die E-Mails kommen
Gib deiner IT diese Angaben. amaise versendet aus der Region, in der dein Workspace gehostet ist:
Angabe | EU | Schweiz | USA |
Absenderadresse (From) | |||
Absenderdomain |
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Rückläufer-Domain (Return-Path) |
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DKIM-Signaturdomain (d=) |
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DMARC-Richtlinie |
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Versandinfrastruktur (Reverse-DNS) |
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Betreff-Präfix |
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Bei Kollaborationsnachrichten steht der Name der Person, die geschrieben hat, im Absender («Anna Muster via amaise»), die Adresse bleibt no-reply@…. Geantwortet wird in amaise; die Benachrichtigung enthält keine persönliche Antwortadresse.
Bitte keine IP-Adressen freischalten: amaise versendet über Amazon SES, dessen IP-Adressen sich ändern können. Eine Freigabe gehört auf die Domains aus der Tabelle.
Was du selbst prüfen kannst
Bevor du die IT einschaltest:
Schau im Junk-Ordner und im Quarantäne-Bericht deines Mailsystems nach.
In Outlook mit «Fokussiertem Posteingang» landen automatische Mails oft im Tab «Andere».
Prüfe in amaise unter Persönliche Einstellungen → Benachrichtigungen, ob die Benachrichtigung eingeschaltet ist.
Bei gesperrten Workspaces versendet amaise keine Benachrichtigungen. Der Workspace-Admin sieht den Status unter Workspace → Einstellungen.
Zuerst: Wo sitzt dein Spamfilter?
Exchange Online ohne vorgeschaltetes Gateway (dein MX zeigt auf
*.mail.protection.outlook.com): folge dem Abschnitt Microsoft 365.Ein Gateway vor Exchange Online oder ein eigener Mailserver (SEPPmail, Cisco Secure Email, Proofpoint, Mimecast, Swisscom, HIN): die Freigabe gehört auf das Gateway, siehe «Andere E-Mail-Gateways». Eine zusätzliche Exchange-Regel bringt dort nichts und ist laut Microsoft in dieser Konstellation nicht empfohlen.
Microsoft 365 / Exchange Online
Microsoft kennt mehrere Wege, einen Absender freizugeben. Wir nennen sie in der Reihenfolge, in der die meisten Betriebsteams sie akzeptieren.
1. Fehlklassifizierte Mail einreichen (empfohlen, keine Richtlinienänderung)
Defender-Portal → E-Mail & Zusammenarbeit → Übermittlungen → die betroffene Mail einreichen → «Ich habe bestätigt, dass sie sauber ist» → «Diese Nachricht zulassen». Microsoft legt daraus einen Zulassungseintrag an, der auch bei strengen Bewertungen greift und den Microsoft selbst pflegt. Einträge laufen nach 45 Tagen ohne Verwendung aus; das ist gewollt, denn sie werden nur gebraucht, solange der Filter falsch liegt.
2. Zulassungsliste für Mandanten (schnell, ohne Einreichung)
Defender-Portal → Bedrohungsrichtlinien → Zulassungs-/Sperrlisten für Mandanten → Domänen & Adressen → eu.amaise.com (je nach Region ch.amaise.com oder us.amaise.com) zulassen. Gleiche Gültigkeit wie oben: 45 Tage nach der letzten Verwendung.
3. Microsoft Defender for Office 365: Identitätswechsel-Schutz
Setzt dein Mandant Defender ein, trage [email protected] sowie die Domains eu.amaise.com, ch.amaise.com und us.amaise.com unter Anti-Phishing-Richtlinie → Identitätswechsel → Vertrauenswürdige Absender und Domänen ein. Der Identitätswechsel-Schutz wird von Zulassungslisten nicht übersteuert. Dieser Eintrag läuft nicht ab.
4. Fokussierter Posteingang
Damit amaise-Mails nicht im Tab «Andere» landen, hilft eine Nachrichtenflussregel ohne Spam-Umgehung: Bedingung Der Absender → Domäne ist eu.amaise.com und Nachrichtenkopfzeilen → enthalten Authentication-Results mit dmarc=pass, Aktion Nachrichtenkopfzeile festlegen X-MS-Exchange-Organization-BypassFocusedInbox auf true. Diese Regel ändert die Spam-Bewertung nicht und ist mit gängigen Härtungsvorgaben vereinbar.
5. Bilder in Outlook anzeigen
Klassisches Outlook lädt Bilder unbekannter Absender nicht und zeigt dann den Hinweis «Outlook hat den automatischen Download einiger Bilder verhindert». Das Logo ist in der Mail eingebettet und immer sichtbar; der Hinweis bezieht sich nur auf das Zählpixel. Wer ihn nicht sehen will, nimmt die Domain in die Liste Sichere Absender auf (per Gruppenrichtlinie oder Set-MailboxJunkEmailConfiguration -TrustedSendersAndDomains); das hält die Mails zusätzlich aus dem Junk-Ordner des einzelnen Postfachs.
Nicht empfohlen: Spamfilterung per Regel umgehen
Eine Nachrichtenflussregel mit «Spamfilterung umgehen» (SCL -1) für die Absenderdomain wirkt zwar dauerhaft, widerspricht aber dem CIS-Benchmark für Microsoft 365 (Kontrolle 6.2.2) und wird von vielen Betriebsteams abgelehnt oder beim nächsten Audit entfernt. Wenn deine Richtlinien sie zulassen, kombiniere sie zwingend mit der Bedingung dmarc=pass; ohne diese Bedingung würde die Regel auch gefälschte Absender durchlassen.
Was keine Freigabe umgeht
Malware-Prüfung, Safe Links, Safe Attachments und Verdikte für hochgradig wahrscheinliches Phishing gelten immer. Eine Freigabe, die dort greifen müsste, ist ein Fall für den amaise-Support.
Andere E-Mail-Gateways
Proofpoint: Sicherheitseinstellungen → E-Mail → Absenderlisten → Liste sicherer Absender:
*@eu.amaise.com(bzw.*@ch.amaise.com,*@us.amaise.com).Mimecast: Richtlinie «Zulässige Absender» für die Domain
eu.amaise.comund eine Ausnahme im Impersonation Protection für diesen Absender, sonst schlägt die Prüfung «Reply-to Address Mismatch» bei Kollaborationsnachrichten an.SEPPmail.cloud: Absenderdomain
eu.amaise.com(und die Rückläufer-Domainbounce.eu.amaise.com) in die Willkommensliste (Filterausnahmen) aufnehmen. Die Liste übersteuert keine Authentifizierungsfehler, was bei amaise nicht nötig ist. Einträge ohne Treffer werden von SEPPmail nach einigen Monaten automatisch gelöscht; bei seltenem Mailverkehr lohnt sich eine Notiz zur Wiederholung.Gateway vor Exchange Online: Die Freigabe auf dem Gateway genügt. Ob Exchange dahinter die «Erweiterte Filterung für Connectors» nutzt, ist eine Entscheidung eures Betriebs und keine Voraussetzung für amaise.
Cisco Secure Email: Eingangsrichtlinie für den Absender
@eu.amaise.com(Header-From) bzw.@bounce.eu.amaise.com(Envelope) ohne Anti-Spam, oder den Absender in der Host Access Table der GruppeALLOWED_LISTzuordnen.HIN Mail: Es gibt keine Absender-Freigabe. Prüfe den persönlichen Quarantäne-Ordner und melde die Mail als «Kein Spam».
Andere Systeme: Die Absenderdomain und die Rückläufer-Domain aus der Tabelle oben freischalten.
Was amaise sicherstellt
SPF, DKIM (2048 Bit) und DMARC (
p=reject) sind für alle Absenderdomains eingerichtet und werden laufend überwacht.Der Versand läuft ausschliesslich über TLS.
Jede Mail enthält eine Textversion und ist als automatisch generiert gekennzeichnet. Links werden nie umgeschrieben. Für die Zustellstatistik lädt die Mail ein Zählpixel von
track.eu.amaise.com(bzw.track.ch.amaise.com,track.us.amaise.com), sofern dein Mailprogramm Bilder anzeigt; das Logo selbst ist eingebettet.Unzustellbare Adressen werden nicht wiederholt beschickt. Meldet dein Mailsystem eine Adresse als nicht vorhanden, informiere den Support, damit wir sie wieder freigeben.
Wenn es weiterhin nicht klappt
Schicke uns die vollständigen Kopfzeilen einer betroffenen Mail (in Outlook: Datei → Eigenschaften → Internetkopfzeilen, insbesondere X-Forefront-Antispam-Report und Authentication-Results) an [email protected]. Daraus sehen wir, aus welchem Grund dein Mailsystem die Nachricht einsortiert hat.
