Wie läuft die Datenlöschung bei Vertragsende ab?
Bei Vertragsende oder auf Kundenwunsch (nDSG Art. 6) wird ein dokumentierter 8-Schritte-Löschprozess durchgeführt:
Mandant in der Anwendung deaktiviert
Löschanfrage protokolliert
S3-Daten vollständig gelöscht (alle Versionen)
Datenbankeinträge endgültig gelöscht — während der Vertragsdauer tragen sie eine Löschmarkierung; bei Vertragsende werden die Datensätze selbst entfernt
Suchindizes bereinigt
Mandantenspezifischer Verschlüsselungsschlüssel (CMK) zur Löschung eingeplant (Fenster gemäss AWS-KMS-Vorgaben)
Compliance-Dienst validiert die ordnungsgemässe Ausserbetriebnahme des CMK
Löschung dem Kunden bestätigt
Restdaten: RDS-Snapshots laufen nach 30 Tagen ab. CloudWatch-Logs nach 365 Tagen. Nicht aktuelle S3-Versionen nach 5 Tagen. Suchindex-Snapshots, die der Cloud-Anbieter verwaltet, nach 14 Tagen. Unterauftragsverarbeiter: Die OCR-Dienste (Google Document AI, Azure AI Document Intelligence) bewahren Daten nur vorübergehend für die Verarbeitung auf (Google Document AI: Löschung spätestens nach zwei Tagen; Azure AI Document Intelligence: spätestens nach 24 Stunden); Azure OpenAI kann Prompt- und Completion-Inhalte gemäss den Bedingungen von Microsoft bis zu 30 Tage lang zur Missbrauchsüberwachung aufbewahren — niemals für Training oder Modellverbesserung.
Der Prozess ist auditierbar und wird mit Dokumentation bestätigt.
Löschbestätigung: Nach Abschluss des Löschprozesses erhalten Kunden eine formelle Löschbestätigung (Certificate of Destruction), die alle betroffenen Speicherebenen und Zeitpunkte dokumentiert.
Datenrückgabe: Vor der Löschung können Kunden einen vollständigen Export ihrer Daten anfordern. Das Exportformat und der Zeitrahmen werden im Rahmen der Vertragsverhandlung vereinbart. amaise unterstützt Kunden aktiv beim Übergang zu einem Nachfolgesystem.
